Archiv

Ein Archiv ist ein Lager für Dokumente, Daten, Bilder oder sonstige Objekte, die nicht mehr verwendet werden, jedoch nicht verlorengehen sollen. Insbesondere der Aspekt der Langzeitaufbewahrung sticht beim Archiv hervor. Es existieren verschiedene Arten von Archiven. Es gibt zum Beispiel öffentliche, halbprivate wie auch private Archive. Archive können aber auch in Interessen unterteilt sein, wie Archive von Spitäler, Firmen, Staaten, Universitäten, Museen, etc.

Aleida Assmann beschreibt den Begriff „Archiv“ im Buch „Einführung in die Kulturwissenschaft“ wiefolgt: „(…) Der externe Speicher der Aufzeichnung dehnt das Gedächtnis und entlastet es zugleich (…) Bibliotheken und Archive sind gigantische Datenspeicher, aus denen man schöpfen kann, aber sie garantieren nicht den Fortbestand lebendig verkörperten Wissens, das in einer Schriftkultur und erst recht in einer elektronischen Medienkultur immer mehr auf dem Spiel steht.“

Die Auslagerung von Wissen und das Erschaffen von kollektiven, jederzeit zugänglichen Archiven ist im Vergleich zu früheren Zeitalter viel prägnanter. Das beste Beispiel dafür ist das Internet.

YAY!

Joel von Burg

Notieren und Organisieren 2012

Projekttage – Ziele

VM Essenspause NM
10-13n Mo 09.1. Input A+B 14-17nr 8 Referenzen setzen, wer nimmt wen
11-13n Di 10.1. (Recherche, Produktion) 14-17nr Präsentation, Sprechstunden Fanzines lesen
11-13n Mi 11.1. (Recherche, Produktion) 14-17nr Recherche, Produktion, Sprechstunden
11-13n Do 12.1 (Recherche, Produktion, Notizbücher füllen) 14-17nr gefüllte Notizbücher / Vorschläge für Fanzines
11-13n Fr 13.1.  (Recherche Produktion)
11-13n Mo 16.1. (Produktionstag, Sprechstunde) 14-17nr Produktionstag, Sprechstunde
11-13n Di 17.1. (Produktionstag, Sprechstunde) 14-17nr Produktionstag, Sprechstunde
10-14nr Mi 18.1. Präsentation der Beiträge, Endredaktion
11-13nr Do 19.1. Dummy, gut-zum-Druck
11-14nr Fr 20.1. Präsentation des Buches Buchkonsum

Literaturliste, notieren und organisieren, 2012

Claude Cahun „Héroines“ (Mille et Une Nuits: Paris, 2006)
Claude Cahun „Heroines – a fictional text“. In: Shelley Rice (ed.), Inverted Odysseys,  (Cambridge, Massachusetts: The MIT Press, 2000)
Hélène Cixous, „Von der Szene des Unbewussten zur Szene der Geschichte – Weg einer Schrift“. In: Karin Rick (Hrsg.), Das Sexuelle, die Frauen und die Kunst (Tübingen: konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, 1987
John Cage, „Für die Vögel –John Cage im Gespräch mit Daniel Charles (Berlin: Merve Verlag, 1984)

Sophie Calle, “l`hotel” (Paris: Éditions de l’Étoile, 1984)

Sophie Calle and Paul Auster, “Double Game“ (London: Violette Editions, 2007)

Paul Auster and Sophie Calle, “Gotham Handbook”. In: Sophie Calle, Double Game (London: Violette Editions, 1999)
William N. Copley, „Portrait des Künstlers als junger Händler“ (Bern: Gachnang und Springer, 1988)

Salvador Dali, „Aufzeichnungen eines werdenden Genies: Tagebücher 1919-1920“ (hrsg. und kommentiert von Félix Fanés) (München: Schirmer/Mosel, 2004)

Hanne Darboven „die geflügelte Erde: Requiem“ (Ostfildern / Hamburg: Hatje und Cantz / Deichtorhallen Hamburg, 1991)
Hanne Darboven „Hanne Darboven“ (Mönchengladbach: Biennale Venedig / Städtisches Museum Abteiberg, 1982)
Ortrud Westheider „Hanne Darboven – das Frühwerk“ (Hamburg: Hamburger Kunsthalle, 1999)
René Descartes, „Discours de la Méthode“ (Übersetzt von Lüder Gäbe) (Hamburg: Meiner, 1960)
Marcel Duchamp, „Die Schriften 1“ (Hrsg. Serge Stauffer) (Zürich: Theo Ruff Edition, 1994)
Marcel Duchamp „Manual of instructions for Marcel Duchamp Étant Donnés 1. la chute d’eau, 2. le gaz d’éclairage.“ (München: Schirmer/Mosel, 1987)
Marcel Duchamp „Interviews und Statements“ (Hrsg. Ulrike Gauss, Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart. Gesammelt, übersetzt und annotiert von Serge Stauffer) (Ostfildern: Hatje und Cantz, 1992)
Wolfram von Eschenbach, „Parzival Bd. 2“ (Übersetzt von Wolfgan Spiewok) (Stuttgart: Reclam, 1981)
Valie Export, „Mögliche Fragen an Meret Oppenheim – gestellt in Form eines Briefinterviews Feb. 1975 [Valie Export im Gespräch mit Meret Oppenheim]“. In: Meret Oppenheim, Retrospektive „mit ganz enorm wenig viel“ (Kunstmuseum Bern 2. Juni – 8. Oktober 2006) (Ostfildern: Hatje und Cantz, 2006)
Federico Fellini, „interviews“ (ed. by Bert Cardullo) (Jackson, Mississippi: University Press of Mississippi, 2006)
Hannah Höch „Hannah Höch – Werke und Worte“ (Düsseldorf: Fröhlich und Kaufmann, 1982)
Franz Kafka, „Tagebücher 1910-1923, Werke“ (Frankfurt/M: Fischer Taschenbuch, 1989)
Wassily Kandinsky, „Über das Geistige in der Kunst: insbesondere in der Malerei“ (Sulgen: Benteli Verlag, 2009)
Paul Klee, „Tagebücher 1898-1918 Paul Klee“ (hrsg. von der Paul-Klee-Stiftung) (Bern: Kunstmuseum Bern, 1988)
Paul Klee, „Exakte Versuche im Bereiche der Kunst“. In: Ders: Kunst-Lehre (Leipzig: Reclam, 1991)
Paul Klee, „Schöpferische Konfession“. In: Ders: Kunst-Lehre (Leipzig: Reclam, 1991)
Paul Klee, „Wege des Naturstudiums“. In: Ders: Kunst-Lehre (Leipzig: Reclam, 1991)
Paul Klee, „Über die moderne Kunst“. In: Ders: Kunst-Lehre (Reclam: Leipzig, 1991)
Else Lasker-Schüler „Werke und Briefe, 10: Briefe“ (Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, 2009)
Michel de Montaigne, „Der Autor an den Leser“, In: Ders., Essais – Eine Auswahl vorgestellt von André Gide (Übersetzt von Hanno Helbling) (Zürich: Diogenes, 1993)
Michel de Montaigne, „Wie Montaigne dazu kam, seine Essais zu schreiben“, In: Ders., Essais – Eine Auswahl vorgestellt von André Gide (Übersetzt von Hanno Helbling) (Zürich: Diogenes, 1993)
Wolfgang Müller, „Die wahren Dilletanten“, In: Ders. (Hrsg.), Geniale Dilletanten (Berlin: Merve, 1982)
Barnett Newman, „Antwort auf Clement Greenberg“. In: Ders., Schriften und Interviews 1925-1970 (Übersetzt von Tarcisius Schelbert) (Bern: Gachnang und Springer, 1996)
Barnett Newman, „Der erste Mensch war ein Künstler“. In: Ders., Schriften und Interviews 1925-1970 (Übersetzt von Tarcisius Schelbert) (Bern: Gachnang und Springer, 1996)
Barnett Newman, “The Sublime is Now – Das Sublime ist jetzt“. In: Ders., Schriften und Interviews 1925-1970 (Übersetzt von Tarcisius Schelbert) (Bern: Gachnang und Springer, 1996)
Achille Bonito Oliva: „Dialog über die Kunst, die Architektur der Welt, mit ihrem Architekten Joseph Beuys“. In: Ders, Eingebildete Dialoge (Berlin: Merve, 1992)
Achille Bonito Oliva: „Pseudocartesianischer Dialog mit Duchamp“. In: Ders, Eingebildete Dialoge (Berlin: Merve, 1992)
Achille Bonito Oliva: „Kommentar zu einigenThesen Walter Benjamins über die Technik des Kritikers“. In: Ders, Eingebildete Dialoge (Berlin: Merve, 1992)
Meret Oppenheim, Aufzeichnungen 1928-1985. Träume (Bern: Gachnang und Springer, 1986)
Meret Oppenheim „Kaspar Hauser, oder, Die Goldene Freiheit – Textvorlage für ein Drehbuch“ (Bern: Gachnang und Springer, 1987)
Meret Oppenheim „Husch, husch, der schönste Vokal entleert sich – Gedichte, Zeichnungen“ (Frankfurt/M: Edition Suhrkamp, 1984)
Ezra Pound, „ABC des Lesens“ (Deutsch von Eva Hesse) (Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1967)
Ad Reinhardt, „Kunst versus Geschichte“. In: Ders., Schriften und Gespräche (Übersetzt von Eckard Schreiber) (München: Verlag Silke Schreiber, 1984)
Gerhard Richter, „Atlas“ (Hrsg. Friedel Helmut) (Köln: Verlag der Buchhandlung Walther König, 2. Auflage, 2011)
Dieter Roth, „Selbstgemachtes Interview (1979)“, In: Ders, Gesammelte Interviews (Hrsg. Barbara Wien) (London: Hansjörg Mayer, 2002)
Niki de Saint Phalle, „Traces – Eine Autobiographie – Remembering 1930-1949“ (Lausanne: Acatos, 2000)
Gertrude Stein, „Look at me now and here I am, Writings and Lectures 1911-1945“ (ed. by Patricia Meyerowith) (London and Chester Springs: Peter Owen Publishers, 1967)
Gertrude Stein, „Reread another – A Play (Szenenfolge)“, (Solothurn: Urs Engeler Editor, 2004)
Gertrude Stein, „The letters of Gertrude Stein and Thornton Wilder“ (New Haven & London: Yale University Press,1996)
Unica Zürn, „Briefe, Dokumente, Hörfunk – Unica Zürn“ (Berlin: Brinkmann & Bose, 2001)

Zeitschriften/Reader
„F.R. David – words don`t come easy“ (ed. Will Holder) (Amsterdam, de Appel Arts Center, erscheint halbjährlich)
- „keep it to yourselfes“ – Issue Spring 2009, mit Beiträgen von Kodwo Eshun, Italo Calvino, Thomas Pynchon, Dexter Sinister, John Baldessari, Maurice Merleau-Ponty u.a.
- „with love“ – Issue Summer 2010, mit Beiträgen von Alison Knowles, Umberto Eco, Laszlo Moholy-Nagy, Pavel Büchler, J.D. Salinger u.a.

„Gagarin – the artists in their own words“ (Antwerpen: GAGA vzw, erscheint halbjährlich)
-    22 / 2010 mit Beiträgen, Auszügen aus Notizheftern etc. von Joseph Kosuth, Roman Signer u.a.
-    23/2011 mit Beiträgen, Auszügen aus Notizheftern etc. von Raymond Pettibon, Javier Téllesaz u.a.

Audio
John Cage, “Diary: How to improve the World” (You will only make Matters worse) (Mainz: Wergo, 1992)
Hanne Darboven: Radiosendung über Hanne Darboven – musikalische Werke mit Einführung und Gespräch mit der Künstlerin

Das episodische, semantische und prozedurale Gedächtnis

Im menschlichen Gehirn existieren ein individuelles, unzuverlässiges, dynamisches Gedächtnis und ein stabiles, exaktes und vor allem erweiterbares Gedächtnis. Diese Diskrepanz zwischen den zwei völlig unterschiedlichen Gedächtnissen finde ich persönlich sehr interessant und zugleich unvorstellbar.

Aleida Assmann schreibt, dass das episodische Gedächtnis die vergangenen Erlebnisse und individuellen Erinnerungen beinhaltet. Es ist dynamisch, es ist von grossen Schwankungen, Variationen und Änderungen gekennzeichnet. Man erinnert sich subjektiv. Die Erinnerungen können somit zum Teil nicht der Realität entsprechen und können sich von Zeit zu Zeit verändern. Ich frage mich, ob Zeugenaussagen im allgemeinen Sinne somit überhaupt erlaubt sind, denn es sind nach Aleida Assmann individuelle Erinnerungen, man kann also nicht sicher sein, ob sie der Realität entsprechen. Wenn die eigenen Erinnerungen nicht zuverlässig sind, kann es also sein, dass Momente des eigenen Lebens auf verfälschten Werten beruhen. Diese Unzuverlässigkeit im Erinnern finde ich ebenso gut wie schlecht, denn man kann dadurch mit einer schlimmen Erinnerung überhaupt klar kommen, indem das Gehirn sie automatisch optimiert. Die Erinnerungen sind der Rückhalt für die gelebte Identität.

Das semantische Gedächtnis hingegen, ist die Summe dessen, was durch gezieltes Lernen aufgenommen wurde, das kognitive Wissen, das erweitert werden kann, wie ein Muskel trainiert werden kann. Dies ist der Grund, weshalb die verschiedensten Arten von Gedächtnisspezialisten bestehen. Ich finde die Vorstellung interessant, dass die Intelligenz nicht nur aus angeborenen Veranlagungen besteht, sondern auch unendlich erweitert werden kann.

Neben dem episodischen und semantische Gedächtnis gibt es das prozedurale Gedächtnis, das nicht in das Bewusstsein eintritt bzw. in einer relativen Unabhängigkeit zum Bewusstsein vollzogen wird. Es ist ein in den Körper eingelassenes, verkörpertes Gedächtnis. Beispiele dafür sind das Radfahren, das Schwimmen, das Skifahren, das Geige spielen etc. Es sind Aktivitäten, die wir im Verlaufe des Lebens erlernt haben, die wiederholt vollzogen worden sind und die vom prozeduralen Gedächtnis bzw. vom Körper für immer beherrscht werden. Sie sind Teil eines selbst geworden.

Janka Stemmle

Gedächtnis und Erinnerung

Gedächtnis ist die Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen oder psychische Vorgänge im Gehirn zu speichern, sodass sie bei geeigneter Gelegenheit ins Bewusstsein treten können. Man bewahrt somit Bewusstseinsinhalte auf um sie später ins Bewusstsein zurückzurufen. Der Begriff steht im engen Zusammenhang mit dem Begriff Erinnerung oder wird oft als Synonym angewendet. Stellt man die beiden Begriffe jedoch einander gegenüber, so steht das Wort Erinnerung für das Zurückblicken auf vergangene Ereignisse, Gedächtnis hingegen für den neurologischen Prozess. Die Erinnerung ist also abhängig vom organischen Gedächtnis und somit eine Funktion dessen.

Wie bei jeder Fähigkeit, ist die Erinnerungsleistung bei jedem unterschiedlich stark und im Einzelnen oft abhängig von der Sachlage oder der Situation, die zum Zustandekommen einer Erinnerung geführt hat, wie die im Folgenden beschriebene, dramatische Geschichte des surrealistischen Künstlers René Magritte treffend illustriert.

René Magritte’s Mutter beging Selbstmord als er noch ein zwölf Jahre alter Junge war. Sie hatte sich im Fluss Sambre ertränkt. Als man ihren Leichnam fand, war das Gesicht von ihrem Nachthemd verhüllt. Man hat nie herausgefunden, ob sie sich selbst auf diese Weise die Augen bedeckt hatte, um den von ihr gewählten Tod nicht sehen zu müssen, oder ob die starke Strömung ihr den Schleier über das Gesicht gezogen hatte. Diese Erinnerung blieb bei Magritte fest verankert, sodass er es in zahlreichen Bildern verarbeitet und wiedergegeben hat. Einigen darunter haben den Tod durch Ertrinken zum Thema und in vielen Fällen sind die Gesichter verhüllt oder fehlen ganz. Diese Erinnerung Magritte’s ist also so tief mit Gefühlen verbunden, dass er diese Bilder über Jahre vor Augen hatte und sie so in seine Kunst einfliessen liess.


"Les rèveries du promeneur solitaire" - René Magritte, 1926: Öl, 139x105cm

"Les amants" - René Magritte, 1928: Öl, 54x73cm

Catia Costa

Multiple Identität

In der heutigen Zeit beharren wir Menschen auf das Privileg zur Selbstverwirklichung, im Beruf sowie im Privaten. Mehrere Arbeitswechsel innerhalb eines Lebens sind kein Problem mehr, es ist sogar wünschenswert. Denn Menschen, die etwas aus ihrem Leben ‘machen’, werden in der Gesellschaft respektiert. Vor sechzig Jahren verrichteten die Menschen im Leben eine Arbeit und von Weiterbildung mit Diplomen war man  noch weit entfernt.  Was wir als spannendes Leben betrachten, setzt Flexibilität voraus und damit die Fähigkeit, sich multiplen Herausforderungen stellen zu können. Auf der Suche nach dem Selbst wird in verschiedene Rollen eingetaucht. Ein geschicktes Balancieren auf dem  schmalen Grat zwischen  Anpassungsfähigkeit (Teamqualität) und Durchsetzungswillen ist erforderlich. Bei diesem Lebensstil sind multiple Identitäten nicht wegzudenken. Der geschickte Rollentausch verleiht dem Leben eine besondere Würze.

Susan

Subjekt

Als Subjekt, wird das sich selbst gewisse, bzw. das sich selbst bestimmende „Ich- Bewusstsein“ dargestellt. Es bezeichnet die Innenwelt und steht somit in einem Dualismus mit dem Objekt, welches für die Aussenwelt seht. Die Problematik besteht darin, dass die Wahrnehmung eines Subjekts subjektiv ist und somit nicht zwangsläufig der „Realität“ entspricht.
Von Subjekt wollen wir dort sprechen, wo die Frage nach der sozialen Identität nicht eine Sache äusserer Zuschreibung, sondern der Wahl und innerer Anstrengung ist.(…)“ (Aleida Assmann, Einführung in die Kulturwissenschaft, S. 210)
Aleida Assman bezieht sich ausserdem auf Daniel Defoes Robinson Crusoe: „(…) Dass Identität keine durch Herkunft oder Klasse definierte Grösse mehr ist, sondern eine Konstruktive Aufgabe der Einzelnen geworden ist (…)“.
Ich denke ein Subjekt ist nicht statisch, sondern verändert sich kontinuierlich und passt sich neuen Umständen laufend an, was mich an der Echtheit der Identität des Subjekts zweifeln lässt.

Joel von Burg

Park Fiction (Hamburg, 1994 – 2005)

Materialien

  • AUFRUHR AUF EBENE p (Christoph Schäfer und Cathy Skene mit dem Hafenrandverein – 12.12.1995)
  • Park Fiction – Desires Will Leave the House and Take to the Streets. Filmcollage by Margit Czenki / D 1999 / 60 min /  16 mm blow up von Super 8

Zeichen, Medien, Zeit: Einführung in die Medien- und Kulturtheorie – Gedächtnis

Joseph Beuys, Eurasienstab, 20. Minurasienstab, 1967 (Still aus dem Filmfragment, 1967 aus: 82 min fluxorum organum)

Begriffe, die in der Sitzung reflektiert werden

Mediale Verfasstheit von Wirklichkeit
Konstruktivität
Transdisziplinär
Erinnerung – Gedächtnis – memory
Ich-Gedächtnis – Mich-Gedächtnis – mémoire involontaire
Episodisches, semantisches, prozedurales Gedächtnis
Speichergedächtnis – Funktionsgedächtnis
Archiv
Wir-Gedächtnis
Archiv
Monumentalistische Geschichtsschreibung
Traumata
Negatives Gedächtnis
Gegen-Gedächtnis , Zeugen-Gedächtnis
Schädel-Meditation

Figuren, Namen

Hamlet, Joseph Beuys, Johnny Depp
Filme/Verfilmungen: Hamlet

http://www.imdb.com/find?q=hamlet;s=tt

Link

Joseph Beuys, Ja Ja Ja Ja Ja, Nee Nee Nee Nee Nee, 1968

Multiple Identitäten

Doppelgänger
Wenn sich eine Person spaltet, in zwei unvereinbare Teile, die nicht kommunizieren, stellt sie die Grenzen der jeweiligen Gesellschaft bloss.
Vernunft und Impulsivität,
Geist und Körper,
Bewusstes und Unbewusstes,
gut und böse
sind Pole solcher Identitäten, die vom einen ins andere Extrem übergehen. Ein Doppelgänger ist nie beides sonder entweder oder, er kann sich auch in mehr als zwei Personen spalten, dann nennt man es eine multiple Identität.

Die Novelle “Secret Window, Secret Garden” von Stephen King thematisiert die “Gespaltenheit” einer Person sehr gut. Der Protagonist findet erst am Schluss der Geschichte heraus, dass er ein Doppelgänger ist. Der Unterschied zu Stephen Kings Novelle und Frankenstein und Dr. Jekyll and Mr. Hyde, die Aleida Assmann erwähnt, besteht darin, dass es sich bei King um eine psychische Krankheit handelt, während die Anderen beide Wissenschaftler sind, die es quasi bewusst machen.

RoseG

Zugeschriebene Identität

[Der an dieser Stelle geplanter sachlich-informativer Blogeintrag entfällt. Stattdessen folgt eine unveröffentlichte Kurzgeschichte mit dem Titel ›Zugeschriebene Identität‹ von A.F.]

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