Platons Airbus: How To Quit Smoking At The Moon Hotel – Zeit als Form, Strategie, Modell denken)

 

Jessie Stead, How To Quit Smoking At The Moon Hotel, http://vimeo.com/46975799  / sound / 16:9 / 2013 A neo-nocturne detailing a small transaction staged in a coin-operated elevator at a downloaded lunar hotel. Starring director Jessie Stead as ‘a moonlighter.’ Production design by AMBIENTS mood lighting group. Music by Nathan Whipple.

Text

Neo Rauch,  Moor 2003 Standort: Kiel, Kunsthalle, Dauerleihgabe des Stifterkreises Kunsthalle zu Kiel

22.9. Referenzen

„Niemals denkt die Seele ohne Phantasma …“ (Aristoteles, Über die Seele III, 7, nach Cornelius Castoriadis,  „ Die Entdeckung der Imagination“, in: Ders., Das imaginäre Element und die menschliche Schöpfung – Ausgewählte Schriften Bd. 3 (hrsg. von Michael Half, Lich: Verlag Edition AV, 2010), S. 51).
„Denn die Dinge sind entweder wahrnehmbar oder denkbar “(Aristoteles, De anima III, 8*, nach Castoriadis, S. 52).

http://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/203.html:

09    Um zu unterscheiden, ob etwas schön sei oder nicht, beziehen wir die
10    Vorstellung nicht durch den Verstand auf das Object zum Erkenntnisse,
11    sondern durch die Einbildungskraft (vielleicht mit dem Verstande verbunden)
12    auf das Subject und das Gefühl der Lust oder Unlust desselben.
13    Das Geschmacksurtheil ist also kein Erkenntnißurtheil, mithin nicht logisch,
14    sondern ästhetisch, worunter man dasjenige versteht, dessen Bestimmungsgrund
15    nicht anders als subjectiv sein kann.

http://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa04/036.html:

24    b) Die Zeit ist nichts anders, als die Form des innern Sinnes, d. i.

25    des Anschauens unserer selbst und unsers innern Zustande

 

29.9. Referenzen

https://mediendenken-maschinendenken.ch/wp-admin/post.php?post=3782&action=edit

Raum und Zeit: „… und der Raum, exakt gesprochen, nichts anderes als die Ordnung des Nebeneinander, die Zeit die Ordnung des Nacheinander ist“. Ernst Cassirer, Leibniz’ System in seinen wissenschaftlichen Grundlagen (Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1998 [ECW 1]), S. 246.

Malerei und Poesie:  „Wenn es wahr ist, dass die Malerei zu ihren Nachahmungen ganz andere Mittel, oder Zeichen gebrauchet, als die Poesie; jene nemlich Figuren und Farben in den Raume, diese aber artikulierte Töne in der Zeit; wenn unstreitig die Zeichen ein bequemes Verhältnis zu dem Bezeichneten haben müssen: So können neben einander geordnete Zeichen, auch nur Gegenstände, die neben einander, oder deren Teile neben einander existieren, auf einander folgende Zeichen aber, auch nur Gegenstände ausdrücken, die auf einander, oder deren Teile auf einander folgen.“  Gotthold Ephraim Lessing, Laokoon: oder über die Grenzen der Malerei und Poesie [1766]. In: Gesammelte Werke 5. (Frankfurt/M.: Deutscher Klassiker Verlag, 1990), S. 116.

 

Zeitleiste

-15. 000 000 000 Urknall

– 13. 700 000 000 Urknall

 

–  1 400 000 Das älteste von Frühmenschen gehütete Feuer – 1 400 000 Wiesbaden (archaeologie-news) – Das älteste von Frühmenschen gehütete Feuer ist aus der Zeit vor etwa 1,4 Millionen Jahren bekannt. Dabei handelt es sich um mehr als 40 Stücke gebrannten Lehms von einer Feuerstelle bei Chesowanja in Kenia (Afrika). Diese Funde beweisen, daß man es damals schon verstand, das auf natürliche Weise durch Blitzschläge oder Waldbrände entstandene Feuer zu hüten.

–     11 000 Ackerbau

–       7500 – 5700 Çatalhöyük

–       1100 – 800  Das griechische Alphabet liegt zwischen 800 und 1100 vor.

476 – Ende der Antike ?

Der Untergang des Römischen Reiches ist ein viel diskutiertes Thema der Altertumswissenschaft. Es geht um die Gründe für den allmählichen Niedergang des weströmischen Reiches, das mit der Absetzung des weströmischen Kaisers Romulus Augustulus im Jahr 476 (bzw. mit dem Tod des letzten von Ostrom anerkannten Kaisers Julius Nepos im Jahr 480) endete, wobei höchst unterschiedliche Theorien entworfen wurden und werden. Zentral ist hierbei vor allem die Frage, ob primär innere Faktoren (z. B. strukturelle Probleme, angebliche „Dekadenz“, religiöse und soziale Umbrüche, Bürgerkriege) oder der Druck durch äußere Angreifer (Germanen, Hunnen, Perser) für die Entwicklung verantwortlich zu machen sind.

1453 – Ende des Mittelalters?

1453-1455: Bibel mit 42 Zeilen, Gutenberg (Printing: the second revolution in communication)

1492 Entdeckung Amerikas

1809: Elektrischer Telegraph von Samuel Thomas Sömmering

1837 Die Geschichte des Telefons beginnt 1837, als der US-Amerikaner Samuel F. B. Morse den Morsetelegraphen konstruierte. Damit wurde die für das Telefon wichtige Vorbedingung der Übermittlung von Signalen durch elektrische Leitungen bereits in die Praxis umgesetzt. 1854 legte der Pariser Telegraphenbeamte Charles Bourseul (1829–1912) ein Referat über mögliche Techniken der elektrischen Sprachübertragung vor. Dem folgten praktische Entwicklungen von prinzipiell funktionierenden Telefonapparaten unter anderem von Innocenzo Manzetti, Antonio Meucci, Tivadar Puskás, Philipp Reis, Elisha Gray und Alexander Graham Bell. Von diesen frühen Erfindern hatte jedoch nur Bell die organisatorischen Fähigkeiten, das Telefon über die Labor-Versuchsapparatur hinaus als Gesamtsystem zur Marktreife zu bringen. So brachte Bell 1876 in Boston das Telefon erstmals zur praktischen Anwendung; siehe auch Erfindung des Telefons.

1876: Drahtlos werden Die Übertragung setzte die Erfindung des magnetischen Telefons voraus. Hier gibt es zahlreiche parallele Entwickler und Erfinder; die weitestgehende Lösung stammt von Alexander Graham Bell aus dem Jahre 1876. Das Telefon setzte zunächst jedoch noch einen Draht als Leiter voraus. Der drahtlose Rundfunk basiert auf der Entdeckung der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz im Jahre 1886. Guglielmo Marconi übertrug diese Entdeckung auf die Übertragung telegrafischer Nachrichten: Im Jahre 1897 gelang ihm erstmals eine drahtlose Übertragung über die Distanz von fünf Kilometern, bereits 1901 funkte er über den Atlantik.

1895 Gebrüder Lumière

6. Oktober Referenzen

13.10. Platons Airbus entfällt
20.10. Platons Airbus Entfällt
Die Reihe beginnt am 6.10. 18 Uhr, Raum 5. K11, Toni-Areal, Pfingstweidstr. 96
Programm: Mit Armen Avanessian – Was kommt nach dem “Spekulativen Realismus?
Raum: 5. K11, Montag 18 Uhr

„Wir machen uns innere Scheinbilder oder Symbole der äusseren Gegenstände, und zwar machen wir sie von solcher Art, dass die denknotwendigen Folgen der Bilder stets wieder die Bilder seien von den naturnotwendigen Folgen der abgebildeten Gegenständen … Ist es uns einmal geglückt, aus der angesammelten bisherigen Erfahrung Bilder von der verlangten Beschaffenheit abzuleiten, so können wir an ihnen, wie an Modellen, in kurzer Zeit die Folgen entwickeln“. Heinrich Hertz: „Einleitung“. In: Die Prinzipien der Mechanik in Neuem Zusammenhange dargestellt. Hrsg. von Josef Kuczera. Leipzig: Akademische Verlagsgesellschaft, 1984, S.6

27. Oktober Referenzen
„Wer tiefen Sinnes Wahrheit aufzuspürn suchet
und will dabei durch keinen Abweg getäuscht werden,
der gebe frei das Licht des innern Gesichts einwärts,
die lange Schwingung beugend zwing er zum Kreise
und lehre seinen Geist, was draussen er hart mühet,
dass er’s besitze in den eignen Schatzkammern.“

Boethius, Trost der Philosophie (523/4 übersetzt von Karl Büchner Stuttgart: Reclam 2010), S. 111

„Aber, was das Vornehmste ist, es als ein Ganzes auch nur denken zu können, zeigt ein Vermögen des Gemüts an, weil es allen Massstab der Sinne übertrifft.“ Immanuel Kant, Kritik der Urteilskraft (1790/1793: Darmstadt:Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1983 (Werke hrsg. von Wilhelm Weischedel Bd. 8)) A91, S. 341.

Referenzen 3.November

„Zufall ist ein unvermutetes Geschehnis aus zusammenströmenden Ursachen.“ Boethius, Trost der Philosophie (übersetzt von Karl Büchner Stuttgart: Reclam 2010), S. 149

„Das Schöne beruht grösstentheils auf den Wahrnehmungen des Gesichts, es beruht aber auch auf denen des Gehörs, wie bei den Zusammenstellungen von Wörtern und in der gesammten Musik. Denn auch Melodieen und Rhythmen sind schön. Steigen wir von der sinnlichen Wahrnehmung weiter aufwärts, so giebt es auch schöne Einrichtungen, Thaten, Zustände, Wissenschaften, endlich eine Schönheit der Tugend. Ob noch eine höhere Schönheit, wird sich im weiteren Verlauf zeigen. Was ist nun aber die bewirkende Ursache davon, dass Körper als schön erschaut werden, dass das Gehör den Tönen als schönen seine Zustimmung giebt? Und was im weiteren mit der Seele zusammenhängt, in wiefern ist das eigentlich alles schön?“ (Plotin: Enneaden. DB Sonderband: 100 Werke der Philosophie, S. 35604 (vgl. Plotin-Enneaden Bd. 1, S. 42-43))

Referenzen 10.November

„Im Osten – in den immensen Gebieten, die seit dem 8. Jahrhundert islamisiert waren  – inszenierte sich das abbasidische Kalifat als Erbe der klassischen und hellenistischen Antike und erklärte in Bagdad, in Basra und in Kufa die Rettung und Aneigung der alten philosophischen und naturwissenschafltichen Texte zum obersten Staatsziel.“ Loris Sturlese, Philosophie im Mittelalter – Von Boethius bis Cusanus (München: Beck, 2013), S.20

 

Referenzen 17.November

„Den systematischen Horizont des Periphyseon liefert die allgemeinste Idee der <<Wirklichkeit>> (<<natura>>), die unter den vier sich aus dem diaretischen Prinzip der <<Erschaffbarkeit>> ergebenden  Gesichtspunkten betrachtet werden kann. Es ergeben sich die <<nicht erschaffene und erschaffende>> Wirklichkeit (d.h. Gott als Schöpfer), ferner die die <<erschaffene und erschaffende>> (die Ur-Ursachen oder die leitenden Prinzipien des erschaffenden Willens Gottes), die <<erschaffene und nicht erschaffende>> (die Schöfpung mit ihren Gesetzen, den Menschen eingeschlossen, dessen Gesetz die Freiheit ist) und die <<nicht erschaffene und nicht erschaffende>> Wirklichkeit (Gott als Ziel und Vollzug).“ Loris Sturlese, Philosophie im Mittelalter – Von Boethius bis Cusanus (München: Beck, 2013), S.31

 

„Pippin: Was ist ein Buchstabe?
Albin: Ein Wächter der Geschichte.
Pippin: Was ist ein Wort?
Albin: Ein Verräter der Seele.
Pippin: Wie wird ein Wort geboren?
Albin: Durch die Zunge.
Pippin: Was ist die Zunge?
Albin: Eine Peitsche der Luft.
Pippin: Was ist Luft?
Albin: Der Bewahrer des Lebens.
Pippin: Was ist das Leben?
Albin: Eine Freude für die Glücklichen, Kummer und Gram für die Unglücklichen, Todeserwartung für diese wie jene.
Pippin: Was ist der Tod?
Albin : Ein unvermeidlicher Umstand, ein unbekannter Weg, ein Weinen für die Hinterbliebenen, die Ausführung eines testamentarischen Willens, ein Menschenräuber.
Pippin: Was ist ein Mensch?
Albin: Ein Sklave des Todes, ein Gast in seinem eigenen Hause, ein vorübergehender Wanderer.
Pippin: Wem ist der Mensch ähnlich?
Albin: Einem Apfel. (Gemeint ist: Wie ein reifer Apfel vom Baume fällt, so entwickelt sich auch der Mensch und stirbt, wenn seine Zeit gekommen ist. Aber ein Windstoß vermag den Apfel auch vor der Reise vom Baume zu reißen. Und mit dem Menschen ist es ebenso.)
Pippin: Was ist der Winter?
Albin: Der Vertreiber des Sommers.
Pippin: Was ist der Frühling?
Albin: Ein Maler der Erde.
Pippin: Was ist ein Sommer?
Albin: Die Bekleidung der Erde und das Reifen der Früchte.
Pippin: Was ist der Herbst?
Albin: Die Kornkammer des Jahres.
Pippin: Was ist ein Jahr?
Albin: Ein Wagen der Welt.
Pippin: Wer führt ihn?
Albin: Sonne und Mond.
Pippin: Wieviel Paläste haben sie?
Albin: Zwölf.
Pippin: Wer herrscht in ihnen?
Albin: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fisch. (Die Sternbilder des Tierkreises, die den zwölf Monaten entsprechen.)
Pippin: Was ist das Wunderbare?
Albin: Ich habe einen Menschen gesehen, der zum Beispiel mit den Füßen nach oben spazieren ging.
Pippin: Erkläre mir, wie das sein kann!
Albin: Es war die Wiederspiegelung im Wasser.
Pippin: Warum habe ich das nicht gewußt, wo ich das doch so oft gesehen habe?
Albin: Weil du sittsam bist und von Natur mit Geist begabt, will ich dir noch einige Beispiele nennen. Höre zu! Ich habe das Tote das Lebende gebären sehen, und der Atem des Lebendigen hat das Tote vernichtet.
Pippin: Durch die Reibung des Holzes entsteht das Feuer, welches das Holz vernichtet.
Albin: Ich habe Tote gesehen, die sprechen!
Pippin: Das geschieht, wenn man sie aufhängt. (Gemeint sind die Glocken.)
Albin: Ich habe ein fliegendes Wesen gesehen, mit eiserner Nase, hölzernem Körper und gefiedertem Schwanz. Es trug den Tod auf sich.
Pippin: Den Pfeil des Kriegers.
Albin: Was kann ein stummer Bote sein?
Pippin: Das, was ich in der Hand halte.
Albin: Und was hältst du in der Hand?
Pippin: Deine Handschrift.
Albin: Lese sie zu deinem Vorteil, mein Sohn. “
Alkuin, „Unterhaltung des königlichen Jünglings Pippin mit seinem Lehrer Albin.“ Quelle: Erzählung zur Geschichte des frühen Mittelalters (Volk und Wissen Verlag, 1953)

Referenzen 1.Dezember

„Wenn wir das Wissen für etwas Schönes und Ehrwürdiges halten, und zwar das eine Wissen mehr als das andere, weil es entweder mehr Genauigkeit hat oder auf bessere und erstaunlichere Gegenstände geht, so dürften wir aus den beiden Gründen die Erforschung über die Seele mit Recht an die erste Stelle setzen. Die Erkenntnis von ihr trägt, wie es scheint, auch für die Wahrheit im ganzen viel bei, am meisten für die über die Natur; denn sie (die Seele) ist gleichsam Prinzip der Lebewesen“. (Aristoteles, Über die Seele – Griechisch-Deutsch (Übersetzung nach W. Theiler von Horst Seidl, Hamburg:Meiner, 1995), S. 3)
„Aristoteles … sieht die Sinneswahrnehmungen als der Vernunfterkenntnis untergeordnet und bemerkt einen Erkennntnisfortschritt, der über Zwischenstufen der Erinnerung, Vorstellung und Meinung bzw. Erfahrung hin zur Vernunfterkenntnis, d.h. der Wissenschaft führt (vgl. Metaphys. I 1-2; Analyt. Poster. II 19).“ (Horst Seidl, „Einleitung“, in: Aristoteles, Über die Seele,  S. XXV)

„Von grösserer Freude wird erfüllt, wer einen unermesslichen und unzählbaren Schatz, als wer einen zählbaren und endlichen findet: So ist auch das heilige Nichtwissen die erwünschteste Nahrung meines Geistes, zumal ich diesen Schatz in meinem eigenen Acker finde und er mir somit als Eigentum zugehört“. (Nikolaus von Kues, De visione Dei (1453f.) (Kap.6), zitiert nach Ernst Cassirer: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (ECW II), S. 22)

„Notwendige Erkenntnis entsteht nur dort, wo der Geist von seiner eigenen Einheit und `Einfachheit` ausgeht, um sie zu einer Mannigfaltigkeit von Definitionen und Grundsätzen auszubilden. [Idiota, Buch3, Kap. 1, fol. 87b]. Die Ansicht, dass alle unsere Erkenntnis sich in einem Inbegriff und eine Ordnung von `Zeichen`auflösen lasse, bildet somit bei Cusanus nicht einen Widerspruch, sondern eine Bestätigung der idealistischen Grundlegung. Sein `Nominalismus` ist nicht – wie Falckenberg annimmt [Richard Falkenberg, Grundzüge der Philosophie des Nicolaus Cusanus mit besonderer Berücksichtigung der Lehre vom Erkennen. Breslau 1880] – eine fremder Bestandteil des Systems, sondern wird zu einer wichtigen Bestimmung und Ergänzung des Hauptgedankens. Das unbedingte einfache Sein ist uns nicht direkt zugänglich, sondern verbirgt und verhüllt sich uns unter dem mannigfachen Namen und Symbolen, deren wir uns notwendig zu seiner Erfassung bedienen: Aber eben diese `Namen` selber sind nicht willkürlich und gesetzlos, sondern entstammen dem Grunde und Gesetz unseres eigenen Geistes. Dasselbe Medium, das uns von der Existenz des Absoluten trennt, erschliesst uns somit die Erkenntnis des eigenen Wesens und der idealen Objekte der Wissenschaft“. (ECW II, S. 33)

Referenzen 8. Dezember

„Daher habe ich lieber den Vergleich mit einem Stück Marmor gebraucht, das Adern hat, als den mit einem ganz einartigen Marmorstücke oder einer leeren Tafel, wie sie die Philosophen unter ihrer tabula rasa verstehen.“ Gottfried Wilhelm Leibniz, Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand [1765] – Werke Bd. 3 (Hamburg: Meiner, 1996), S. 8

„Dies macht auch den Fall des Esels Buridans, der sich zwischen zwei Heubündeln befindet und der in gleicher Weise von dem einen und dem anderen angezogen wird, zu einer Fiktion, die sich im Universum in der Ordnung der Natur, nicht finden kann, auch wenn Herr Bayle anderer Ansicht ist. Wäre der Fall möglich, dann müsste man ihn zwar des Hungers sterben lassen; im Grund geht diese Frage indes auf etwas Unmögliches, wenigstens solange Gott nicht ausdrücklich etwas derartiges erschafft. Denn das Weltall kann nicht durch eine mitten durch den Esel gelegte vertikale Ebene in zwei Hälften geschnitten werden, derart, dass auf beiden Seiten alles gleich und ähnlich ist wie eine Ellipse und jede ebene Figur, die zu den von mir als amphidextra bezeichneten Figuren gehört, durch eine gerade, ihren Mittelpunkt schneidende Linie derart halbiert werden kann.“ Gottfried Wilhelm, Leibniz, Versuche in der Theodicée über die Güte Gottes, die Freiheit des Menschen und den Ursprung des Übels [1710] – Werke Bd. 4 (Hamburg: Meiner, 1996), S. 122

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